Generalversammlung VAP
Unsere GV fand am Dienstag, 27. August 2024 in Bern statt. Wir haben uns sehr gefreut, den Bundesrat Dr. Albert Rösti begrüssen zu dürfen. Zum Rückblick.
2022 fand unsere letzte Generalversammlung statt. Nebst dem statutarischen Teil beehrte uns Bundesrätin Simonetta Sommaruga mit einem spannenden Vortrag. Informationen finden Sie mit Klick auf den Button. Dort finden Sie auch das Archiv zu vergangenen Generalversammlungen.
VAP Forum Anschlussgleise
Am 15. November 2022 fand das Forum Anschlussgleise in Zürich statt. Unter folgendem Link finden Sie Bilder und Unterlagen, auch zu den Veranstaltungen der vorigen Jahre:
Forum Lärmforschung
Vergangene Veranstaltungen
2025
14. Mai 2025 – VAP FORUM GÜTERVERKEHR, Zürich
Das Forum Güterverkehr fand am 14. Mai 2025 in Zürich statt – zum Rückblick
2024
11. November 2024 – Zweite Zürcher Güterverkehrsrunde, Zürich
Innovationen auf leisen Sohlen. Wie lassen sich Baustellen in Ortszentren so gestalten, dass Gewerbe und Passanten möglichst wenig beeinträchtigt werden? Wie kann der Eisenbahn-Güterverkehr vereinfacht werden? Und was braucht es, dass Lastwagen ohne Verbrennungsmotor den Durchbruch schaffen? Drei Exponenten berichteten, welche Schritte sie auf den Wegen zu diesen Zielen bereits gesetzt haben. Zur Zusammenfassung. Weitere Informationen.
21. November 2024 – VPI Österreich Infoveranstaltung, Wien
Die beliebte Infoveranstaltung vom VPI Österreich fand im Novotel Hauptbahnhof in Wien statt. Es wurden über aktuelle Themen des Schienengüterverkehrs informiert. Zum Rückblick
21./22. Oktober 2024 – Mitgliederversammlung DIE GÜTERBAHNEN, Berlin
Nebst der Mitgliederversammlung gab es einen fachlichen Austausch, Jürgen Maier war einer der Gastredner. Impressionen auf LinkedIn.
27. August 2024 – VAP GENERALVERSAMMLUNG, Bern
Am 27. August 2024 fand in Bern unsere Generalversammlung statt. Zum Rückblick.
27.–29. August – 12. Swiss Green Economy Symposium, Winterthur
Das Swiss Green Economy Symposium ist eine Konferenz zu Wirtschaft und Nachhaltigkeit in der Schweiz. Unter dem diesjährigen Motto «Gemeinsam Konflikte lösen» fanden einzelne Innovationsforen (Fachkonferenzen) statt. Infos unter https://sges.ch/.
27. Juni 2024 – DAC-Day 2024
PROSE und Knorr-Bremse Rail Systems Schweiz AG veranstalteten den DAC-DAY 2024, ein Symposium über die digitale automatische Kupplung (DAC), die den Schienengüterverkehr modernisieren wird. Die Veranstaltung bot Workshops und Networking-Möglichkeiten für Fachleute der Bahnindustrie.
29./30. Mai 2024 – UIP GV und Keepers’ Summit, Venedig «Rising to the DAC challenge»
Die Konferenz beleuchtete, wie und wo die Schiene mit den anderen Verkehrsträgern verknüpft werden kann, wie der Bedarf an multimodalen Lieferketten aussieht und wie das Ganze finanziert werden kann. Rückblick.
7. Mai 2024 – VAP FORUM GÜTERVERKEHR, Zürich
Das Forum Güterverkehr fand am 7. Mai 2024 in Zürich statt – zum Rückblick
18./19. April 2024 – Swiss Shippers’ Forum 2024, Interlaken
Das diesjährige Motto am Swiss Shippers’ Forum war«The right innovations for your supply chain! Mastering the challenges, building trust, embracing the future.»
7. April 2024 – VPI-Generalversammlung, Wien
Die jährliche Generalversammlung des VPI, Verband der Privatgüterwagen-Interessenten Österreichs, fand am 17. April 2024 in Wien statt.
9. Januar 2024, 14. VPI-Symposium, Hamburg
Am Symposium ging es um die “Wachstumschancen für einen zukunftsfähigen Schienengüterverkehr”. Zum Rückblick.
2023
21. + 22. Juni 2023 – Get Together und 23. Technische Informationsveranstaltung, Dresden
Die Themenschwerpunkte waren Waggons und deren Instandhaltung im kombinierten Verkehr . Zum Rückblick.
15.–16. Juni 2023 – UIP Keepers’ Summit und GV, Nizza
Der UIP Keepers’ Summit fand in diesem Jahr in Kooperation mit AFWP ASSOCIATION FRANCAISE DES DETENTEURS DE WAGONS am 15 bis 16. Juni 2023 in Nizza statt, am 15. Juni 2023 hielt UIP zudem ihre Generalversammlung ab. Hier geht’s zum Rückblick.
31. Mai 2023 – GS1 Excellence Days inkl. Swiss Logistics Award 2023, Bern
Die GS1 Excellence Days gaben Impulse und Lösungsansätze für mehr Nachhaltigkeit. In der parallelen Branchenveranstaltung Transport & Logistik wurden wegweisende Projekte für mehr Nachhaltigkeit vorgestellt und diskutiert. Informationen zum Event hier.
9.–12. Mai 2023 – transport logistics, München
Die internationale Fachmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management fand im Trade Fair Center Messe München statt. Zu den Informationen.
27. April 2023 – Swiss Shippers’ Forum 2023, Interlaken
Am Donnerstag, 27. April 2023 fand das Swiss Shippers’ Forum im Hotel Victoria-Jungfrau, Interlaken statt. Zum Rückblick.
20. April 2023 – VAP Forum Güterverkehr, Zürich
Das Forum Güterverkehr fand am Donnerstag, 20. April 2023 statt. Rückblick und Bilder hier.
14.–16. April 2023 – Road and Logistics Days im Verkehrshaus, Luzern
Ein Wochenende im Zeichen des Strassenverkehrs und der Logistik. Die Welt der Logistik in Action – für die ganze Familie. Weitere Infos hier.
21. März 2023 – Stakeholder-Konferenz (Hybrid) der Europäischen Kommission (DG MOVE), Brüssel
Akteure aus allen Verkehrssektoren und aus dem Personen- und Güterverkehr diskutierten, wie ein reibungsloser Übergang zur Automatisierung und Digitalisierung für die Beschäftigten im Verkehrswesen gelingt. Zu den Infos.
21. Februar 2023 – streamSAVE workshop, online
Möglichkeiten für Energieeinsparungen im (Güter-)Verkehr: Verlagerung auf andere Verkehrsträger und Verbesserung der Fahrzeugeffizienz. Der Online-Workshop wurde aufgezeichnet, die Protokolle des Workshops sind auf der streamSAVE-Plattform verfügbar.
10.1.2023 – 13. VPI-SYMPOSIUM, HAMBURG
Am Dienstag, 10.01.2023 fand das 13. VPI-Symposium im Hotel Hafen Hamburg statt. Den Rückblick dazu finden Sie hier.
2022
29.11.2022 – EDDP-WEBINAR ZUR DAK-MIGRATION – ONLINE
Dieses Webinar, das vom European DAC Delivery Programme (EDDP) zusammen mit DACcelerate organisiert wurde, zielte darauf ab, die Ableitung der Migrationsstrategie sowie die neuesten Entwicklungen wie den Testaufbau von Pop-up-Workshops und die Loco-Umfrage zu erläutern. Zur Veranstaltungsseite
30.11.2022 – DAC4EU ÖFFENTLICHE PRÄSENTATION DER TESTERGEBNISSE – ONLINE
Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) finanzierte DAC4EU-Konsortium führt seit zwei Jahren das Pilotforschungsprojekt “DAC-Demonstrator für den Schienengüterverkehr” durch. Bei dieser Online-Veranstaltung wurden die abschliessenden Testergebnisse vorgestellt. Der Schwerpunkt lag auf den Betriebstests in Europa, insbesondere auf den Rangiervorgängen sowie der Energie- und Datenübertragung.
1.12.2022 – EDDP-WEBINAR ÜBER DIE KOSTEN-NUTZEN-ANALYSE (CBA) – ONLINE
Dieses Webinar, das vom European DAC Delivery Programme (EDDP) zusammen mit DACcelerate organisiert wurde, stellte die Nutzerkonsultation und das erhaltene Feedback vor, sowie Geschäftsfälle und Fallstudien. Zur Veranstaltungsseite
15. November 2022 – VAP Forum Anschlussgleise
Der Wagenladungsverkehr in der Schweiz – oder Schienengüterverkehr in der Fläche – steht finanziell und politisch einmal mehr auf dem Prüfstand. Wir sprachen an unserem Forum über neue Rollen im Wagenladungsverkehr. Vor dem kulinarisch begleiteten Netzwerken diskutierten wir auf dem Podium über das Thema Sicherheit in Realität und Theorie – bestehen Unterschiede? Mehr dazu.
4. Oktober 2022 – European DAC Day, Prag
Am Event diskutierten die Teilnehmer, wie eine betriebliche DAC-Migration in ganz Europa bis 2030 erreicht werden könnte. Organisiert vom EDDP (European DAC Delivery Programme) und DACcelerate.
5.–7. Oktober 2022 – International Rail Forum and Conference, Prag
Das International Railway Forum & Conference (IRFC) ist eine der führenden Veranstaltungen im internationalen Eisenbahnkalender und bringt Top-Führungskräfte und Entscheidungsträger, Bahn- und Logistikfachleute, Kunden, einflussreiche Politiker und Institutionen aus ganz Europa zusammen. Mehr Informationen hier.
6./7. Oktober 2022 – 3. BME/VDV-Gleisanschlusskonferenz, Köln
Gemeinsam mit 43 weiteren Verbänden aus Industrie, Handel, Logistik, Entsorgung und öffentlichen Institutionen haben der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) im Jahr 2019 die Gleisanschluss-Charta veröffentlicht. Mehr dazu.
6. Oktober 2022 – VPI Österreich Infoveranstaltung, Wien
Zum 10. Mal fand die VPI-Infoveranstaltung statt. Es werde über aktuelle Themen des Schienengüterverkehrs informiert, Schwerpunktthema war die Digitale Automatische Kupplung (DAK). Zum Rückblick.
7. & 8. September 2022 – 10. SWISS GREEN ECONOMY SYMPOSIUM, Winterthur
Unter dem Motto “VERANTWORTUNGSVOLL UND MUTIG ZUSAMMENARBEITEN” fand der Wirtschaftsgipfel der Schweiz zum Thema Nachhaltigkeit statt. Er brachte Inspiration, Wissen und Networking für Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die entscheiden, umsetzen und Innovationen vorantreiben. Zum Programm.
19. August 2022 – Generalversammlung VAP
In diesem Jahr fand unsere Generalversammlung wieder in Bern statt. Nebst dem statutarischen Teil beehrte uns Bundesrätin Simonetta Sommaruga mit einem spannenden Vortrag. Alle Informationen finden Sie hier.
22. Juni 2022 – VPI Mitgliederversammlung / Technische Informationsveranstaltung / Get Together 2022
An der 22. Technischen Informationsveranstaltung wurden am Vormittag auf das Laufwerk (Radsatz und Bremse) vertieft mit den Themen LL-Sohlen und ET-Prüfung eingegangen. Der Nachmittag widmete sich der Digitalisierung und DAK. Dabei wurden die Themen „Die DAK auf dem Weg zur Betriebsfähigkeit“, „Telematik & Sensorik“ sowie der „Datenaustausch“ betrachtet. Mehr Informationen erhalten Sie hier.
20. Mai 2022 – 15. VAP-ECM-Erfahrungsaustausch
Der 15. VAP-ECM-Erfahrungsaustausch fand am Freitag, 20. Mai 2022, in Olten statt. Zum Rückblick.
11. Mai 2022 – UIP Keepers’ Summit
Der UIP Keepers’ Summit “Pathway to 30 % modal share – rail freight’s digital future” fand am 11. Mai 2022 in Wien statt. Der Keepers’ Summit widmete sich den konkreten Maßnahmen für eine digitale Zukunft des Schienengüterverkehrs und einen Modalanteil von mindestens 30 %. Den Rückblick auf LinkedIn finden Sie hier.
3. Mai 2022 – Forum Güterverkehr
Das beliebte Forum Güterverkehr fand am Dienstag, 3. Mai 2022 in Zürich statt. Zum Rückblick.
26. & 27. April 2022 – Swiss Shippers’ Forum
Das Swiss Shippers’ Forum fand am 26. und 27. April 2022 unter dem Motto «Facing our triple challenge to 2050» in Interlaken statt. Mehr Infos hier.
25. März 2022 – Branchen- und Medienanlass DAC4EU Demonstratorzug
Ein Schlüssel zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs ist dessen gesamteuropäische Automatisierung und Digitalisierung. Zentrales Element ist die digitale automatische Kupplung (DAK). Vertreterinnen und Vertreter von Bund und Branche zeigten am 25. März 2022 im Kongresszentrum Kreuz in Bern auf, wie die Umrüstung in den nächsten Jahren erfolgen soll. Hier finden Sie die Medienmappe.
11. Januar 2022 – 12. VPI-Symposium
Das 12. VPI-Symposium widmete sich der Einführung der DAK und setzte die Schwerpunkte Technik, Migration, Kosten-Nutzen-Analyse und Finanzierung. Ein Resümee und das Video zum virtuellen Event finden Sie hier.
2021
16. März 2021 – Lärmforschung Eisenbahn Forum 2021
Am Dienstag, 16. März 2021, fand das virtuelle Forum statt. Mehr Informationen dazu lesen Sie in unseren News.

Impressionen zur Publikation der Absichtserklärung zur Automatisierung
Next Stop: Containerterminal Basel Wolf
Am 28. September 2021 haben die Unterzeichnenden die Absichtserklärung zur Automatisierung des Schweizer Schienengüterverkehrs öffentlich vorgestellt. Anlass war ein Halt des «Connecting Europe Express» – eines Sonderzugs der EU zum «Jahr der Schiene» – im Containerterminal Basel Wolf. Dieser Sonderzug überzeugt die Durchfahrtsländer in Europa von der Machbarkeit der automatischen Kupplung.
Hier geht’s zum Video mit den kompletten Interviews.
Mit vereinten Kräften in die Zukunft
Gemeinsam mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) und dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) haben wir vom VAP eine Absichtserklärung zur Automatisierung des Schweizer Schienengüterverkehrs unterzeichnet. Das langfristige Grossprojekt startete am 1. Oktober 2021 mit der Vorbereitung und Umsetzung der Migration der Schraubenkupplung zur digitalen automatischen Kupplung (DAK). Hintergrundinformationen zur Absichtserklärung finden Sie hier.
Revolutionäre Technologie
Anlässlich des Events im Containerterminal Basel Wolf haben BAV-Direktor Peter Füglistaler, VAP/UIP-Vorstandsmitglied Per-Anders Benthin (CEO TRANSWAGGON AG), Désirée Baer (CEO SBB Cargo AG) und Dirk Stahl (CEO BLS Cargo AG) vom VöV ihren Gästen und den Medien die Absichtserklärung vorgestellt. Sie betonten, dass die DAK den Schienengüterverkehr revolutionieren werde. Gerade den Akteuren der Logistikkette stellt sie unverzichtbare Echtzeitdaten für eine qualitativ hochstehende und damit wettbewerbsfähige Leistung zur Verfügung. Zum Schluss führten die Gastgeber dem interessierten Publikum den einfachen Kupplungsvorgang vor.

VAP unterzeichnet Absichtserklärung zur Automatisierung
Der VAP Verband der verladenden Wirtschaft hat gemeinsam mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) und dem Verband öffentlicher Verkehr (VÖV) eine Absichtserklärung zur Automatisierung des Schweizer Schienengüterverkehrs unterzeichnet. Das langfristige Grossprojekt startet am 1. Oktober 2021 mit der Vorbereitung und Umsetzung der Migration der Schraubenkupplung zur digitalen automatischen Kupplung (DAK).
Verkehrspolitische Grundlagen
Der Schienengüterverkehr soll produktiver und wettbewerbsfähiger werden, seinen Marktanteil an der Gesamtlogistik steigern und dadurch die Verlagerungspolitik und die Klimaschutzziele 2050 des Bundes stärken. VAP-Präsident und Ständerat Josef Dittli hat mit seiner Motion 20.3221 «Durch Automatisation Güter auf der Schiene effizienter transportieren» den Anstoss für ein Umsetzungs- und Finanzierungskonzept für die Automatisierung und Digitalisierung des Schienengüterverkehrs gegeben. Das Parlament hat die Motion bereits gutgeheissen.
Alle Marktteilnehmer an den Tisch holen
Nun erarbeitet das BAV mit Unterstützung von VöV und VAP die Grundlagen für die Exekutive. Auf dieser Basis können Bundesrat und Parlament die Migration zur DAK beschliessen. Dabei vertritt der VAP die Bedürfnisse der Wirtschaft. Diese will den multimodalen Verkehr mit Güter- oder Behälterumschlag zwischen den Verkehrsträgern entsprechend deren Stärken nachhaltig nutzen. Dafür müssen alle Marktteilnehmer eingebunden werden. Zu diesen zählen nicht nur Verantwortungsträger von Gütern wie Chemie, Papier‑, Zellstoff- und Holzprodukten, Autos, Konsumgütern, Lebensmitteln oder Baustoffen, sondern auch von den entsprechenden Transportmitteln wie Güterwagen.
Zur Erinnerung: Von 600’000 Güterwagen in Europa sind 220’000 in privater Hand. Diese Privatwagen leisten rund 50% der Tonnenkilometer auf dem europäischen Schienennetz. Mitglieder des VAP bewirtschaften knapp 45’000 private Güterwagen. Zur Sicherung der Intermodalität ist eine enge Koordination mit Europa unabdingbar.
Mit Daten zur Tat schreiten

Der VAP will einen effizienten Informations- und Datenaustausch sowie vernetzte Innovationsoffenheit zwischen den Akteuren im Bahnsystem entlang der gesamten Logistikkette und unter Einbezug der Güterbahnkunden vorantreiben und entsprechende Instrumente (mit-)entwickeln. Als zentrales Element für den Erfolg dieses Prozesses sieht der VAP die DAK und setzt daher die folgenden Themenschwerpunkte:
- Betrieb: Die DAK ermöglicht sowohl den Datenaustausch in Echtzeit als auch deutlich effizientere Betriebsabläufe für Güterbahnen in Bahnhöfen, auf Anschlussgleisen und an den Grenzen. Am vielversprechendsten ist die Technik, für die sich die Plattform «European DAC Delivery Programme EDDP» derzeit entscheidet. Die betrieblichen und monetären Vorteile der Automatisierung kommen vor allem den Eisenbahnverkehrsunternehmen zugute. Die Investitions- und Folgekosten hingegen fallen bei den Wagenhaltern an.
- Kosten/Nutzen: Der faire Ausgleich von Kosten und Nutzen ist in der Umsetzung zu berücksichtigen. Da die Umrüstung des europäischen Wagenparks innerhalb eines definierten Zeitfensters erfolgen muss, sind lückenlose Finanzierungshilfen zwingend. Aktuelle Schätzungen gehen von Migrationskosten von der Schraubenkupplung auf die DAK von bis zu 20’000 Euro pro Güterwagen aus. Für die privaten Wagenhalter des VAP bedeutet das zirka 1 Milliarde Schweizer Franken. Darin nicht eingerechnet sind Ausfallzeiten und Transportkosten von und zur Werkstatt während der Migrationsphase.
- Daten: Die DAK ist vor allem wegen der zukünftig verfügbaren Daten zentral. Diese sollen in eine übergeordnete und frei zugängliche Datenplattform einfliessen. Darüber können die Güterbahnen und Kunden miteinander kommunizieren und sich informieren, zum Beispiel über Beschaffenheit oder Gewicht der Wagen, Zuglänge oder Echtzeit-Standorte der Waren. Mit einer solchen Plattform wird ein stärkerer Wettbewerb im Wagenladungsverkehr erst möglich. In Deutschland werden bereits ansehnliche Marktanteile von privaten Güterbahnen gehalten. In der Schweiz müssen für diese Entwicklung zuerst die Rahmenbedingungen verbessert werden. Die DAK legt einen ersten Meilenstein dafür.
BAV, SBB Cargo und VAP geben den Startschuss
Am 28. September 2021 haben BAV-Direktor Peter Füglistaler, Per-Anders Benthin (CEO TRANSWAGGON AG) vom VAP und Désirée Baer (CEO SBB Cargo AG) sowie Dirk Stahl (CEO BLS Cargo AG) vom VöV die Absichtserklärung gemeinsam mit Branchenvertretern öffentlich vorgestellt. Anlass war ein Halt des «Connecting Europe Express» – eines Sonderzugs der EU zum «Jahr der Schiene» – im Containerterminal Basel Wolf.
Hier geht’s zur Medienmitteilung.
Hier die Medienmitteilung auf Französisch.

25 Jahre «Vertrag von Lugano» – ein Blick in die Zukunft
Exakt 25 Jahre nach der Unterzeichnung des «Vertrag von Lugano» wurde im deutschen Bahnhof der Schweizer Grenzmetropole Basel Bilanz gezogen. Für den VAP ist neben dem Ausbau der rechtsrheinischen auch derjenige der linksrheinischen Strecke für den Güterverkehr dringlich. Ebenso rasch ist die Automatisierung insbesondere durch die digitale automatische Kupplung umzusetzen. Schliesslich begrüsst der VAP die vorgeschlagene Öffnung der EU-Kombiverkehrsförderrichtlinie auf multimodale Verkehre mit Güter- statt Behälterumschlag beim Verkehrsträgerwechsel.
Neue Vereinbarung
Unter dem Motto «Zu Gast bei Freunden» schlossen die Vertragsländer eine neue Vereinbarung, die den Vertrag von Lugano ergänzt und neue Schwerpunkte setzt. Sie sieht die nachhaltige Stärkung des Schienengüterverkehrs vor, will dessen intermodale Wettbewerbsfähigkeit optimieren und die Zusammenarbeit in Innovation – insbesondere der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) – sowie im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts Shift2Rail intensivieren. Nach den Reden der Gäste Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg, und Adolf Ogi, Alt-Bundesrat der Schweiz, äusserte sich Josef Dittli, Ständerat und Präsident des VAP Verband der verladenden Wirtschaft zu den Kernthemen dieses Jubiläums.

Adolf Ogi, Alt-Bundesrat der Schweiz
Sicherung der Zulaufstrecke notwendig
Josef Dittli brachte die Perspektive des VAP ein. Dieser trägt auf Schweizer Seite mit verschiedenen Massnahmen zur Förderung eines leistungsfähigen Güterbahnsystems bei. Dittli betonte die Notwendigkeit, zur Sicherung der Zulaufstrecken den Ausbau der Bahnstrecke auch linksrheinisch in Frankreich zu realisieren. Mit der Motion «Staatsvertrag für linksrheinische NEAT-Zulaufstrecke» hatte die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen NR im Januar 2020 den Bundesrat beauftragt, einen Staatsvertrag mit Frankreich und Belgien für eine leistungsfähige linksrheinische Alternativroute (Flachbahn) mit den notwendigen Infrastrukturparametern für den Güterverkehr anzustreben. Zudem sollte der Ausbau der Rheintalbahn in Deutschland mit Nachdruck weiterverfolgt werden. Bezüglich der neuen Vereinbarung der Schweiz (UVEK) mit dem Verkehrsministerium von Deutschland stellte Josef Dittli fest, dass dieser zwar gut gemeint sei, aber mehr einer unverbindlichen Absichtserklärung gleichkommt, und forderte: «Die neue Vereinbarung darf den Vertrag von Lugano nicht ausser Kraft setzen, sondern soll diesen ergänzen.» Josef Dittli wertete es als erfreulich, dass nun von Seiten Frankreichs Pläne zur Vergrösserung der Lichtraumprofile in Tunneln auf dem Abschnitt Réding–Saverne der Strecke Saarbrücken–Basel über Frankreich vorangetrieben werden, wie dies der französische Infrastrukturbetreiber SNCF Réseau verlauten liess.

Josef Dittli, Ständerat und Präsident des VAP
Der VAP fördert Automation und Digitalisierung
Auch in den Themen Automation und Digitalisierung setzt sich der VAP für eine Abstimmung auf europäischer Ebene ein. Mit der Motion «Durch Automation Güter auf der Schiene effizienter transportieren» hat er die nötigen finanziellen Mittel gefordert. Und mit der Interessensgemeinschaft Wagenladungsverkehr (IG WLV) engagiert er sich gemeinsam mit weiteren Akteuren der Wirtschaft für die Umsetzung entsprechender Massnahmen.
Multimodaler Verkehr zukunftsweisend
Für den VAP gilt es, nicht nur den kombinierten Verkehr im engeren Sinn, sondern auch den multimodalen Verkehr mit Umschlag von Gütern zu fördern. Letzterer vereint ebenfalls verschiedene Verkehrsträger und wird gerade den Anforderungen des stark wachsenden Stückgutgeschäfts gerecht. So begrüsst der VAP die entsprechenden Vorschläge der EU-Kommission zur Revision der Kombiverkehrsrichtlinie. Derartige Vorstösse können massgebend mithelfen, die Ziele des europäischen Green Deals zu erreichen. In der Schweiz zeigt sich im multimodalen Schienengüterverkehr ein fünfmal höheres Aufkommen als im kombinierten Verkehr. Nicht von ungefähr fand die Veranstaltung in Basel statt; immerhin ist der Basler Hafen als Drehscheibe für lose Güter für den multimodalen Verkehr Wasser/Schiene erfolgreich unterwegs.

Lärmreduktion und Automatisierung machen die Bahn attraktiver
Ein beachtliches Potenzial für mehr Nachhaltigkeit im Schienengüterverkehr liegt in der Lärmbekämpfung. Der Lärm muss weiter gesenkt werden, sodass sich eine Zunahme im Schienengüterverkehr ohne wesentliche Lärmzunahmen realisieren lässt. Das kommt dann der Umwelt und der Bevölkerung zugute. Welche Konzepte und Massnahmen derzeit geprüft werden und erfolgversprechend sind, erläuterten die Referenten am Forum Lärmforschung 2021.
Am Lärmforschungsforum 2021 stand ein wesentlicher Aspekt des zukunftsfähigen Schienengüterverkehrs im Mittelpunkt: die Automatisierung. Damit die Bahn für den Gütertransport attraktiver wird, muss sie effizienter und nachhaltiger werden. Ein Beispiel dafür ist die digitale automatische Kupplung (DAK). Sie stellt einen grossen Meilenstein in der Automation dar und lässt die Effizienz im europäischen Schienengüterverkehr beachtlich steigern. Wird der Schienengüterverkehr günstiger, kann sich der Anteil der Bahn am Gesamtverkehrsvolumen erhöhen, was die CO2-Reduktion begünstigt.
Auch die Steuerung der Infrastruktur und des Verkehrs müssen vermehrt automatisiert und digitalisiert werden. Echtzeitinformationen für Kunden über den Transport oder den sicheren Betrieb der eingesetzten Wagen und die korrekte Beladung sowie teilautonome Bedienung der Anschlussgleise stärken den Bahngüterverkehr. Eine Anschubfinanzierung würde die digitale Transformation erleichtern, während gleichzeitig die Subventionen abgebaut werden könnten.
Der VAP trägt massgebend dazu bei, die Innovationskraft und den Transformationswillen seiner Mitglieder zu stärken. Nur so kann der Schienengüterverkehr attraktiver werden und sich zu einer valablen Alternative zur Strasse entwickeln. Dazu unterstützt der VAP seine Mitglieder bei der Umsetzung der Automatisierung in der Schweiz, immer in Abstimmung mit den Entwicklungen und Anforderungen in Europa.
Detailinformationen aus dem Forum Lärmforschung Eisenbahn 2021
Rudolf Sperlich, Vizedirektor des Bundesamtes für Verkehr (BAV), begrüsste die Teilnehmenden und blickte auf die Entwicklung der Lärmsanierung zurück, um das Forum einzuordnen. Er begründete die Pionierrolle der Schweiz in Europa und hielt fest, dass das Programm bezüglich Kosten und Terminen sehr erfolgreich umgesetzt werden konnte. Weil die Wirkung das gesetzliche Sanierungsziel jedoch knapp verfehlte, beschloss das Parlament 2013 einstimmig zusätzliche Massnahmen. Die Innovationshilfen und die Ressortforschung sind zwei dieser ergänzenden Instrumente, die 2025 auslaufen werden. Aus diesem Grund seien nochmal Ideenreichtum, Vernetzung und Innovationswille gefragt, um den neuen, interessanten Ansätzen zum Erfolg bzw. zu einer breiten Anwendung zu verhelfen.
Paul Steffen, Vizedirektor im Bundesamt für Umwelt (BAFU), wies in seiner Begrüssung auf die Notwendigkeit weiterer Innovationen bei den Eisenbahnen hin. Innovation sei weiterhin nötig, nicht nur für die Gesundheit der Anwohnenden, sondern auch, um den Umweltvorteil der Bahn gegenüber der Strasse zu stärken und damit Marktanteile beim Güterverkehr zu halten.
Detlef Schlickelmann, Vertreter des VAP Verband der verladenden Wirtschaft, erläuterte, dass das Lärmsanierungsprojekt im Jahr 2016 mit der Inbetriebnahme der letzten rund 4’000 sanierten Wagen endete. Die Branche habe den gesamten Prozess von Serienengineering, Zulassung, Umbau inkl. Materialpool und Finanzierung unter der Projektleitung des VAP erfolgreich organisiert. Schlickelmann fügte an, dass mit dem Projekt der digitalen automatischen Kupplung (DAK) eine grosse Effizienzsteigerung im europäischen Schienengüterverkehr geschaffen werde und der VAP mit der raschen Umsetzung des DAK-Projekts eine zweite Erfolgsgeschichte für den Fortschritt des Schienengüterverkehrs schreiben möchte.
Eisenbahnlärmforschung nach Bundesgesetz über die Lärmsanierung der Eisenbahn (BGLE)
Fredy Fischer, stellvertretender Chef der Abteilung Lärm und NIS im BAFU, hob in seinem einführenden Vortrag hervor, wie wichtig es sei, dass die Eisenbahn noch leiser werde. Er forderte die Branchenvertreter auf, eine gemeinsame Vision der leisen Eisenbahn zu entwerfen. Wenn es dazu Forschung oder Entwicklung brauche, sei der Bund gerne bereit, Projekte zu unterstützen.
5L-Demonstratorzug
Jens-Erik Galdiks, Leiter Flottentechnik von SBB Cargo, zeigte anhand des Projektes «5L-Demonstratorzug», dass sich mit aktuellen Technologien der Lärm von Güterwagen um weitere 6 dB verringern lässt. Hierbei gilt es, das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Auge zu behalten und zu beachten. Ebenfalls wesentlich sind weitere Effekte wie beispielsweise die Verschleissminderung. Diese kommerziellen Effekte fallen nicht zwingend beim Investor an. Daher ist ein Nutzenausgleich zwischen Infrastrukturbetreibern, Eisenbahnverkehrsunternehmen und Wagenhaltern zu schaffen. Jens-Erik Galdiks stellte im Weiteren fest, dass eine nochmalige Lärmminderung von Güterwagen derzeit unverhältnismässig wäre und andere Massnahmen wie Optimierungen von Lokomotiven vorangetrieben werden sollten.
Gesamtoptimierter innovativer Güterwagen
Dr. Hanno Schell, Head of Innovation bei VTG Rail Europe GmbH, sprach über das Ziel, einen leiseren Güterwagen zu konstruieren. Als Erstes wurden das Gewicht um 800 kg und der Schall von 83 dB(A) auf 76 dB(A) reduziert. VTG entwickelte das Drehgestell des Typs RC25NT-H‑D der Firma ELH Eisenbahnlaufwerke Halle GmbH & Co. KG weiter. Sie ersetzte die Reibungsdämpfung durch eine hydraulische Dämpfung. So konnte sie im Querträger bei der Deichsel 200 kg pro Drehgestell einsparen. Zudem baute VTG Bonatrans-Radsätze mit einer lärmmindernden BASF-Beschichtung ein. Bei der Scheibenbremse wurde eine geschweisste Stahlscheibe eingesetzt, die 49 kg leichter ist als herkömmliche Gussscheiben; weitere 13 kg liessen sich bei der Scheibenbremszange einsparen. Mit dem leiseren Drehgestell fanden in der Schweiz bereits diverse Tests statt. Insgesamt würde dieses höhere Fahrgeschwindigkeiten gestatten, mehr Gewicht aufnehmen und dank der hydraulischen Dämpfung sehr gute Laufeigenschaften ausweisen.
Composite-Radsatz
Professor Masoud Motavalli, Leiter der Abteilung Structural Engineering an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), referierte über den Einsatz von leichten und hochfesten faserverstärkten Kunststoffen zur Herstellung eines Composite-Radsatzes und eines Composite-Drehgestells. Eine Machbarkeitsstudie zeige, dass der entworfene Radsatz 40% leichter als die herkömmliche metallische Variante sei. Ausserdem sei eine Lärmreduktion von 3 dB erreicht worden. Die Karbonfaser-verstärkten Kunststoffe sind korrosionsfest, besitzen eine sehr lange Lebensdauer und hohe Ermüdungsfestigkeit, sind aber verglichen mit klassischen Materialien sehr viel teurer. Masoud Motavalli schlägt deshalb vor, ein ganzes Drehgestell aus Compositen zu entwerfen, weil damit eine optimierte Preisgestaltung besser möglich wäre. Er ist überzeugt, dass damit eine massive Gewichtsreduktion möglich wäre und die Eigendämpfung des Materials die Anzahl Dämpfer reduzieren würde. Zudem könnten weitere Innovationen eingebaut werden, zum Beispiel eine Eigenlenkung, die den Verschleiss der Gleise vermindern würden. Das alles würde eine deutliche Lärmreduktion gegenüber herkömmlichen Drehgestellen bringen.
Entwicklung eines Oberbau-Simulations-Tools
Jean Marc Wunderli, Leiter der Abteilung Akustik/Lärmminderung der Empa, stellte in seinem Vortrag ein nummerisches Modell zur Simulation von Überrollvorgängen vor, das in drei Modulen die resultierenden Kontaktkräfte, die Strukturschwingungen und schliesslich den abgestrahlten Luftschall nachbildet. Herr Wunderli betonte, dass Simulationswerkzeuge, die die Schallentstehung und Abstrahlung des Rollgeräusches von Eisenbahnen physikalisch korrekt modellierten, eine zwingende Voraussetzung für Optimierungen an Fahrzeug und Oberbau seien. Aufgrund der hohen Komplexität des Systems und der teilweise widersprüchlichen Anforderungen (Lärm, Erschütterungen, Verschleiss, Lagestabilität …) sei ein Ansatz nach dem Prinzip «Trial-and-Error» nicht zielführend.
«Rail Pads» – weniger Rollgeräusche und mehr Schutz
Holger Frauenrath, Professor am Institut für Materialwissenschaft der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), stellte ein Projekt zur Entwicklung neuartiger Schienenzwischenlagen vor. Diese sollen sowohl einen besseren Schutz des Bahnoberbaus als auch eine Lärmminderung von mindestens 1 dB (A) gegenüber üblichen Schienenzwischenlagen ermöglichen. Das multidisziplinäre Projektteam bringt Forscher der EPFL, der HEIG Yverdon und der Empa aus den Bereichen der Materialwissenschaften, numerischen Simulation, Vibroakustik, Umweltingenieure sowie Bahnexperten der SBB zusammen. Auf der Grundlage einer experimentellen Modellierungskette, die von den Materialeigenschaften über das Verhalten einer Schienenzwischenlage als Komponente bis hin zum Systemverhalten im Gleis reicht, werden neue Multimaterial-Schienenzwischenlagen mit einem weichen Kern mit hoher Dämpfungskapazität zwischen 200 und 2’000 Hz entwickelt. Diese werden für ein gutes Gleichgewicht zwischen mechanischer Stabilität, Lärmminderung und Oberbauschutz optimiert sein. Derzeit werden Designs nach europäischen Normen geprüft und für die letzte Entwicklungsphase vorbereitet, in der es um die Produktion von Prototypen auf technischem Massstab für Feldversuche im Gleis ab März 2022 geht. Die neuen Schienenzwischenlagen werden sowohl für eine verringerte Lärmbelastung in dicht besiedelten Ländern als auch für Bahnbetreiber interessant sein, da sie die Kosten für den Unterhalt des Oberbaus reduzieren dürften.
Optimierte Betonschwelle, optimierte Zwischenlage
Dr. Christian Czolbe, Senior Engineer Acoustics bei PROSE AG, zeigte auf, dass Lärm entlang von Eisenbahnstrecken sowohl vom Rollmaterial als auch von den Komponenten im Gleis abhänge. Für die Infrastruktur seien daher Massnahmen sinnvoll, die die Schienendämpfung erhöhten und den Schienenschall reduzierten. In einem Forschungsprojekt entwickelte PROSE zusammen mit Vigier Rail akustisch optimierte Betonschwellen und untersuchte zwei vielversprechende Prototypen in einem Testgleis. In einem weiteren Projekt wurde ein unscheinbares und kaum sichtbares Bauteil zwischen Schiene und Schwelle optimiert. Dr. Christian Czolbe konstatierte, dass die entwickelte Bategu-Zwischenlage eine lange Forderung der Bahnindustrie vereine: Sie dämpfe die dynamischen Stossbelastungen im Oberbau und reduziere gleichzeitig den Lärm. Mit einer gemessenen Lärmminderung von bis zu 5 dB (A) würde es an der Strecke deutlich leiser, was die Anwohner unmittelbar nach deren Einbau wahrnehmen und bestätigen könnten. Sie schone ebenso den Gleisoberbau und führe damit zu einer Reduktion der Lebenszykluskosten – eine Win-win-Situation für Bahnindustrie und Anwohner. Die neue Bategu-Zwischenlage habe alle relevanten Norm- und Feldprüfungen sowie die Dauerfestigkeitsversuche bestanden und stehe für den unbedenklichen Serieneinsatz in der Bahninfrastruktur ab sofort zur Verfügung.
Messung der akustischen Rauheit
Florian Mauz, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der ETH Zürich, stellte einen Entwicklungsansatz für ein optisches Messgeräts zur Messung der akustischen Rauheit auf Schienen vor. In Zukunft solle es möglich sein, die Rauheit vom fahrenden Zug aus zu messen. Durch die geschickte Kombination mehrerer Sensoren könne das Messergebnis optimiert werden. Florian Mauz zeigte den Testaufbau und die Versuchsreihen in einer Laborumgebung. Schon bald würde der Ansatz am fahrenden Zug getestet und auf seine Genauigkeit validiert.
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